Es ist relativ, ob man Gin‘Tonic mag oder nicht.

Etwa genauso relativ wie der ganze Einstein Karsumpel, den man sich gemeinhin so erzählt. Von wegen, wer sich schnell bewegt verlangsamt die Zeit und umgekehrt.

Was die Meisten aber nicht wissen… ohne Gin‘Tonic keine Zeit und ohne Zeit kein Einstein und ergo viel mehr Malaria!! Liest sich komisch ist aber schlussendlich völlig logisch.

Und das geht so, oder besser ging so, oder besser wird so gehen oder gar gegangen worden sein???

Einstein hat also gesagt, alles ist relativ und wer sich schnell bewegt dem vergeht die Zeit immer langsamer. Recht hatte er! Lieutenant Stephen Cinotdnanig (Ein unglaublich mühsamer, schottischer Adels-Name!), seines Zeichens ein sehr erfolgreicher Offizier der „Royal British Bored Indian Army“ kurz RBBAI erkrankte, wie viele seiner genauso gelangweilten Kameraden, zu einem vollkommen ungeeigneten Zeitpunkt an Malaria. Nämlich kurz vor dem 5 Uhr Tee…. was für eine Frechheit!

Wie zu seiner Zeit üblich wurde dieses Leiden mit Chinarinde behandelt. Manchmal nennt man das auch Chinin. Ein fürchterliches — Ding! So bitter, dass alle an Malaria erkrankten Offiziere auf royalen Erlass hin keine Hemden mehr tragen durften. Damit hatten sie aber keine Probleme, denn wer will schon ein Hemd im Hintern, vor lauter Bitterkeit?

Lieutenant Stephen Cinotdnanig aber war das Zeugs eindeutig zu bitter. Und weil er ein gelangweilter englischer Aristokrat war, begann er zu experimentieren. Er mischte Zucker, sehr viel Zucker, mit Wasser und allerlei Zitrusfrüchten, gab etwas Gin dazu und schlussendlich das Chinin.

Es dauerte ziemlich lange bis er das optimale Gemisch zusammen hatte. Der Prozess war wirklich mühsam. Eine Nebenwirkung war eine doch ziemlich beschleunigte Verdauung, welche Lieutenant Stephen Cinotdnanig immer mal wieder dazu zwang, rasch den Donnerbalken aufzusuchen. Sehr rasch manchmal. Mit dem Fortschreiten seiner Versuche wurde Lieutenant Stephen Cinotdnanig immer schneller. Seine Freunde meinten sogar er renne wie ein geölter Blitz. Irgendwie musste das an der Mischung liegen und es kam wie es kommen musste; Lieutenant Stephen Cinotdnanig wurde so schnell, dass die Zeit stehen blieb!

Der geneigte Leser (und auch die Leserin, sorry) stelle sich das mal vor. Unendlich schnell, Zeitlos? Lieutenant Stephen Cinotdnanig konnte plötzlich, trotz Malaria und Dünnpfiff überall und jederzeit im Universum sein! Bezeichnend für seine idiotische blaublütigkeit war allerdings, dass er sich ausgerechnet den absolut langweiligsten Ort in der Raumzeit aussuchte und im Jahr 1903 im Eidgenössischen Patentamt in Bern Pause machte. Dort traf er auf einen „Technischen Experten dritter Klasse“, namens Albert Einstein und nachdem die beiden die Mixtur von Lieutenant Stephen Cinotdnanig etwas verbessert hatten, verpfiff sich Lieutenant Stephen Cinotdnanig im wahrsten Sinne des Wortes wieder.

Albert Einstein hingegen kam auf skurrile Gedanken, ob des Besuchs dieses dekadenten britischen Offiziers. Die Story mit dem Gin Gebräu und der schnellen Bewegung hatte er zwar nie geglaubt, allerdings wurden seine grauen Zellen doch irgendwie angeregt! Den Rest kennen wir.

Lieutenant Stephen Cinotdnanig hingegen schwirrte noch ziemlich lang durch Raum und Zeit. Irgendwann war dann allerdings Schluss, wer will schon unendlichen Dünnpfiff und ausserdem war sein Hirn schon ziemlich weichgetrunken.

Nun sind wir bei der Essenz der Geschichte, welche ich Lieutenant Stephen Cinotdnanig übrigens irgendwann mal vorgelesen haben werde und er sie wiederum in der Vergangenheit einem englischen Schriftsteller erzählt haben wird. Dieser Schriftsteller probierte den Drink und kam auf seinen (zwangsläufigen) Forschungsreisen zu folgenden Erkenntnissen… (Ich zitiere hemmungslos):

„Etwa 85% aller Welten im Universum haben einen Drink namens Jynnan Tonnyx entwickelt. Oder Dschi-N’N-T’N-ix, oder Jinnunt-O-Nicks, oder irgendeine andere Variation. Diese Drinks sind aber nicht gleich; Das Einzige was sie gemein haben, ist der Name. Die verschiedenen Sorten reichen vom sivolvianischen Chinunto/Mnings, der nur normales Wasser ist, welches etwas wärmer als Zimmertemperatur serviert wird, bis zu dem Tzjin-Anton-X, der „Kühe auf bis zu hundert Schritt Entfernung umhaut“. Die größte Besonderheit ist jedoch, dass die Erfindung des Drinks immer kurz vor der Erkenntnis über die Existenz außerirdischen Lebens steht – so auch auf der Erde, welche wenige Jahrzehnte nach der Erfindung des Gin Tonics von den Continis kontaktiert wird. Eine aussergewöhnliche Alien Kultur welche sich einen kleinen Ort mitten in Norditalien zur Materialisation ausgesucht hatte. Dummerwiese wurden die Continis dermassen rasch assimiliert, das die ausserirdische Herkunft nie jemandem aufgefallen war. Auch die Aliens selbst haben keine Erinnerung an Ihre Wurzeln mehr!“

Mehr gibt es nicht zu sagen. Malaria ist besiegt, die RBBAI gibt es nicht mehr und Lieutenant Stephen Cinotdnanig fand noch sein Glück bei einer netten Inderin. Die fand seinen Namen allerdings dermassen doof, dass sie Ihn einfach umdrehte (eine aussergewöhnlich fortschrittliche, emanzipierte Inderin für diese Zeit. Es geht das Gerücht sie sei auch eine Zeitreisende gewesen. Böse Zungen behaupten es habe mit Japanischem Sake zu tun, aber wie gesagt, Gerüchte). Sie wollte einfach nicht Cinotdnanig heissen. Ginandtonic fand sie viel besser und ging auch einer Inderin leichter über die Zunge! So kam es das das Donnerbalken-Antimalaria- Getränk inzwischen zu weltweitem Ruhm kam.

Was nützt uns jetzt dieses Wissen?
Gar nichts, aber es liest sich gut!

Das Zitat stammt von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“ und ich bitte Ihn meine Anpassungen und die dreiste Verwendung seines Geschreibsels zu entschuldigen.